Radio Top: Weshalb stehen Kunden für Lidl-Sneaker Schlange?

Seltene Produkte werden meist als wertvoller wahrgenommen. So kann auch ein Sneaker, der nur 15 Franken kostet, in den Gehirnen der Kunden plötzlich deutlich mehr Wert annehmen. Der Keyfactor ist die künstliche Verknappung des Lidl-Sneakers. Dadurch werden die Kunden direkt auf emotionaler Ebene angesprochen.

Zusätzlich angefeuert wird der Hype durch den aktuellen Sneaker-Trend. Aus Sportschuhen ist bei den jüngeren Generationen ein Lifestyle-Produkt und ein Status-Symbol geworden. Wer nicht die neusten und coolsten Sneaker besitzt, der gehört nicht dazu. Dies spricht zusätzliche emotionale Areale an, die mit Zugehörigkeitsgefühl und sozialer Integration zusammenhängen.

Doch auch weitere Mechanismen tragen dazu bei, dass die Kunden Schlange stehen. Mehr erfahren Sie im Interview von Radio Top mit Philipp Zutt:

> In die Praxis umsetzen

SRF: Unverpackte Produkte – wo bleiben dann die Emotionen?

Produkte werden aufwändig verpackt, um die Hygiene und Produktqualität zu gewährleisten. Doch dies bedeutet auch mehr Abfall. Aus ökologischer Sicht ist es daher sinnvoll, auf Verpackungen zu verzichten. Aus Marketing-Sicht ist dies aber verheerend. Die Verpackung stellt vor allem im Lebensmittel-Bereich einen wichtigen Touchpoint dar.

Während Lebensmittel-Ingenieure nach ökologischeren Verpackungen forschen, setzen sich Marketers daher mit der Frage auseinander, wie Produkte auch ohne oder minimierter Verpackung Emotionen wecken können. Die Sendung Echo der Zeit von SRF hat zu diesem Thema recherchiert und dabei auch Philipp Zutt interviewt:

Oder direkt bei SRF.

Neuromarketing Insight Nr. 5: Gold Standard

Was wollen (meine) Kunden wirklich?

Dieser Frage gehen Unternehmen meist mit klassischen Marktforschungs-Methoden nach. Doch verbale Befragungen decken nur einen kleinen Teil der Kundenwünsche auf. Denn Kunden haben Mühe, Ihre Emotionen, Bedürfnisse und Idealvorstellungen in Worte zu fassen: Meist beschreiben sie Dinge, die sie irgendwo (zum Beispiel bei der Konkurrenz) bereits gesehen oder erlebt haben. Den wahren Wunsch der Kunden – den sogenannten Gold Standard – erfährt man dadurch nicht. Was genau hinter dem «Gold Standard» steckt und wieso er Ihr Marketing und Business boosten kann, erfahren Sie im neuen Insight-Video:

 

Transkript zum Video

“Hallo, ich bin Philipp Zutt – zusammen mit meinem Team messe und lenke ich seit 20 Jahren Emotionen.

In den nächsten gut 60 Sekunden erfahren Sie, weshalb Sie den wahren Wunsch Ihrer Kunden – den sogenannten Gold Standard – unbedingt kennenlernen sollten.

Auf Marktstimmen zu hören, lohnt sich. Marktforschung gehört daher bei sehr vielen Unternehmen zum Standard-Programm. Den wahren Wunsch Ihrer Zielgruppe zu Ihrem Produkt finden Sie aber mit klassischer Befragung nicht raus. Denn bittet man Befragungs-Teilnehmer, ihre Wünsche in Worte zu fassen, stossen sie an eine Grenze unseres Gehirns: Wir haben nämlich für Dinge die noch nicht existieren, gar keine Worte. Nur ein Gefühl, ein Wunsch-Gefühl. Verbal benutzen wir daher Vergleiche. Das heisst, die Leute werden Ihnen Lieblings-Eigenschaften von bereits existierenden Produkten auflisten. Also beispielsweise die Kamera des neuen iPhones, das Design und die Saugkraft von Dyson, den bequemen Rücksende-Prozess von Zalando oder die  knusprige Kruste des Fyrabig-Brotes beim Bäcker um die Ecke. Wenn Sie nun mit diesen Antworten arbeiten, werden Ihr Produkt und auch die Kommunikation dazu, bestenfalls so gut wie beim stärksten Konkurrenten. Der wahre Wunsch des Kunden, eben der Gold Standard, bleibt aber unerfüllt. Die gute Nachricht: Die schwer zu formulierenden Kundenwünsche lassen sich non-verbal erfassen. Und glauben Sie mir, das lohnt sich. Denn nichts gibt es, was die Kunden mehr schätzen, als ein Produkt, das genau die richtigen Gefühle auslöst. Und ein solches Produkt bewegt die Kunden möglicherweise sogar zur Abkehr von Ihrem stärksten Konkurrenten.

Mehr dazu in einem persönlichen Austausch, bis bald!”

SRF: Wie machen Verpackungen Produkte erfolgreich?

Verpackungen spielen eine zentrale Rolle in der Vermarktung von Produkten. In den letzten Jahren wurden Verpackungen immer raffinierter und emotional noch besser auf das Produkt abgestimmt. Doch jetzt folgt schon bald eine Kehrtwende.

Aus Respekt vor der Umwelt wird der Drang nach weniger Abfall laut. Als Reaktion darauf haben bereits viele Firmen ihre Verpackungen minimiert oder gar komplett abgeschafft. Doch welche Auswirkungen hat dies auf das Marketing? Und wie kann man trotz minimierter Verpackungen beim Kunden Emotionen auslösen?

Radio SRF hat sich dieser spannenden Frage angenommen und Experten aus verschiedenen Bereichen interviewt. Philipp Zutt beleuchtete das Thema aus Neuromarketing-Sicht am Beispiel Parfüms:

Und hier geht es zum kompletten 3-teiligen Podcast.

Eine Bank aus der Kunden-Perspektive

Die Raiffeisen-Geschäftsstelle in Aesch wurde nicht nur renoviert, sondern auch emotionalisiert. In einer Zusammenarbeit mit Zutt & Partner entstand ein neuartiges Geschäftsstellen-Konzept, das neue Perspektiven ermöglicht. Im Kern stand der Anspruch, die Kunden-Interaktion zu steigern und Bankthemen auf eine spielerische Art zu vermitteln. Dadurch entstehen mehr und bessere Kontaktpunkte zwischen den Kunden und der Raiffeisen Bank.

Die neuen Perspektiven können Sie in diesem Video selbst erleben:

Sie möchten Ihre Geschäftsstelle, Beratungs- oder Verkaufsfläche ebenfalls emotional aufwerten? Oder sich einfach über diesen Case austauschen und Hintergründe dazu erfahren?

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HORIZONT: Finn versus Nevi

Im Dezember 2020 hat Zutt & Partner auf Linkedin eine Umfrage durchgeführt. Die Frage war simpel: Migros und Coop hatten beide schon auf animierte Weihnachtsfiguren gesetzt – wer aber traf dabei die Weihnachts-Emotionen besser? Verglichen wurden in einer Emo Compass Studie der 2019-Spot von Migros mit “Finn” mit dem 2020-Spot “Nevi” von Coop.

Migros Wichtel vs. Coop Schneemonster im Neuromarketing Check

Hier gehts zum Artikel.

Oder direkt auf HORIZONT.

So werden Bankprodukte für Kunden erlebbar

Das Banksortiment der Geschäftsstelle Stein der Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal ist jetzt wortwörtlich greifbar. Möglich macht dies eine neuartige Fusion von analogen und digitalen Elementen, die eine hybride Erlebniswelt entstehen lässt. Kunden können Finanzprodukte in Form von 3D-Figuren wie in einem Einkaufsladen aus einem Regal nehmen und auf einem Interaktions-Tisch platzieren. So können sie mehr über das Thema erfahren und spielerisch neue Angebote entdecken. Die komplexen Finanzthemen werden dadurch haptisch erlebbar und einfacher verständlich.

Nicht zuletzt sorgt die Installation garantiert für Gesprächsstoff. Für die Berater ist dies ein wertvoller «Eisbrecher», um ungezwungen mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. Bei Kunden wird ein Weitererzähl-Effekt initiiert.

Wie das neuartige Bank-Erlebnis funktioniert, sehen Sie in folgenden Video.

Wollen auch Sie auf Ihrer Verkaufsfläche für einen Wow-Effekt sorgen? Ihre Produkte erlebbar machen und mehr Beratungsgespräche ermöglichen?

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